N10

Liebe Leserinnen und Leser,

 

N10 bedeutet für uns ein Jubiläum. Zehn Ausgaben des N-Magazins haben wir in den vergangenen zehn Jahren herausgegeben. Nach N9 haben wir im Jahr 2014 gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Markus Ferber unser „Book on Europe“ publiziert. Es ist heute aktueller denn je.

 

Europa ist und bleibt unsere kulturelle und politische Heimat. So verschreiben wir uns auch in diesem Magazin der christlich-abendländischen Politik- und Kulturgeschichte. Sie ist heute geprägt von der Liebe zur Heimat, von Mitmenschlichkeit, Toleranz, Freiheitsliebe, dem Gebot von Gleichheit und Gerechtigkeit und dem Glauben an etwas Größeres. Wir sollten nach dem Verbindenden suchen und nicht Grenzen aufbauen. Ihre Abschaffung schafft Vertrauen. Die Errichtung von Mauern und Hürden, ob real oder in den Köpfen der Menschen, ist hingegen der Nährboden für Konflikte.

 

Natürlich kann eine freiheitliche und tolerante Gesellschaft nur existieren, wenn der Staat Recht und Ordnung gewährleistet und für die Sicherheit der Menschen sorgt.

 

Als Anwälte arbeiten wir mit dem Gesetz, um Recht Geltung zu verschaffen. Gesetze sind der Ordnungsrahmen, die Inhalte kommen aus unserer politischen Kultur und der demokratischen Meinungsbildung. Nur eine Rechtsordnung, die die Werte einer Gesellschaft widerspiegelt, wird von den Bürgern angenommen.

 

Wie immer beschäftigen wir uns mit diesen Themen direkt und indirekt durch die Auswahl unserer Gesprächspartner. Es sind Menschen, mit denen wir entweder gemeinsam an Projekten arbeiten oder die uns mit dem, was sie tun, aufgefallen sind. Ich danke unseren beiden Journalistinnen Saskia Müller und Lea Hampel, die für uns die Gespräche geführt haben, sowie der Redaktion für die aufmerksame Begleitung der Texte. Es sind interessante und lesenswerte Beiträge geworden, die auf ihre Weise den Tag überdauern werden.

 

Ein Teil der Illustrationen dieser Ausgabe stammt von dem Allgäuer und Münchner Künstler Stephan Huber. Dankenswerterweise hat er uns einige Abbildungen seiner

Landkarten zur Verfügung gestellt, in denen er die reale politische Welt mit seinen persönlichen Gefühlen, literarischen Erfahrungen und philosophischen Erkenntnissen so verwebt, dass ein einzigartiges, scharfsinniges und gleichzeitig kritischironisches Bild der Welt entsteht. Seine Karten hat er in einem „Weltatlas“ zusammengefasst, den der Hirmer Verlag herausgibt.

 

Die Gesamtgestaltung unseres Magazins hat wieder der lettische Grafikdesigner Janis Birznieks übernommen. Er beschränkt sich nicht nur auf die Auswahl von Farben, Typographie, Bildern und Illustrationen, sondern fügt eigene humorvolle und auch nachdenklich stimmende Impressionen hinzu. Es ist sein wesentlicher Beitrag, das Magazin zu einer Einheit von Text, Bild und Wahrnehmung zu formen.

 

Besonderer Dank gilt den Gesprächspartnern, die sich für uns die Zeit genommen haben, N10 den Inhalt zu geben. Es ist eine erlesene Mischung von Frauen und Männern, die in ihren Berufen erfolgreich sind, weil sie von dem, was sie tun, überzeugt sind und gleichzeitig den Willen und Ehrgeiz haben, einen guten Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten. Weil uns die Werte, auf die ihr Schaffen aufbaut, wichtig sind, haben wir diesmal jedem Gast unseres Heftes auch die Frage nach seinen persönlich wichtigsten Werten gestellt.

 

Mit den besten Grüßen

Ihr Josef Nachmann

 

 

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